Riesige Modekonzerne (wie zB. H&M, Zara oder Primark) bringen sehr günstige und schnelllebige Kleidung auf den Markt. Ganz unter dem Motto „Produzieren, Kaufen, Tragen, Wegwerfen“. Um schnell auf neue Modetrends zu reagieren, wird Kleidung von der Modeindustrie in unglaublicher Geschwindigkeit in Massen produziert. Die Produktion von Kleidung und der Umgang damit, hat einen großen Einfluss auf Mensch, Tier und Umwelt. 

Die Produktion von Kleidung erfolgt bis heute zu großen Teilen durch Handarbeit. Um die Unmengen von Kleidungsstücken zu Spottpreisen verkaufen zu können, verlagern große Fast-Fashion-Konzerne die Kleiderproduktion in Billiglohnländer, da billige Arbeitskräfte ein großer Kostenfaktor sind. Umwelt- und Sozialstandards spielen dabei fast keine Rolle. Die Arbeiter*innen haben keinen Anspruch auf soziale Absicherung in Form gesetzlicher Sozialversicherungen. Es kommt zu Gehaltskürzungen, verzögerten Auszahlungen und erzwungenen Überstunden.

Hinzu kommt, dass die Konzernriesen durch den enormen Preisdruck Aufträge oft an Subunternehmen weitergegeben und dadurch die Lieferketten undurchsichtiger werden. Durch die vielen Herstellungsschritte hat ein Kleidungsstück meist einen langen Weg hinter sich, da zB. die Baumwolle in einem Land geerntet, in einem anderen gesponnen und wieder in einem anderen zu Stoff verarbeitet und in einem anderen Land genäht wird, bis es bei dir im Kleiderschrank ankommt.

So kommt es, dass wir Konsument*innen nicht wissen, von wem und zu welchen Bedingungen unser Kleidungsstück hergestellt wurde.

Riesige Modekonzerne (z. B. H&M, Zara oder Primark) bringen sehr günstige und schnelllebige Kleidung auf den Markt. Ganz nach dem Motto „Produzieren, Kaufen, Tragen, Wegwerfen“. Um schnell auf neue Modetrends zu reagieren, wird Kleidung von der Modeindustrie in unglaublicher Geschwindigkeit in Massen produziert. Die Produktion von Kleidung und der Umgang damit haben einen großen Einfluss auf Menschen, Tiere und die Umwelt.

Die Produktion von Kleidung erfolgt bis heute zu großen Teilen durch Handarbeit. Um die Unmengen von Kleidungsstücken zu Spottpreisen verkaufen zu können, verlagern große Fast-Fashion-Konzerne die Kleiderproduktion in Billiglohnländer[1], da billige Arbeitskräfte ein großer Kostenfaktor sind. Umwelt- und Sozialstandards spielen dabei fast keine Rolle. Die Arbeiter*innen haben keinen Anspruch auf soziale Absicherung in Form von gesetzlichen Sozialversicherungen. Es kommt zu Gehaltskürzungen, verzögerten Auszahlungen und erzwungenen Überstunden.

Hinzu kommt, dass die Konzernriesen durch den enormen Preisdruck Aufträge oft an Subunternehmen weitergeben und dadurch die Lieferketten[2] undurchsichtiger werden. Durch die vielen Herstellungsschritte hat ein Kleidungsstück meist einen langen Weg hinter sich, da z. B. die Baumwolle in einem Land geerntet, in einem anderen gesponnen, wieder in einem anderen zu Stoff verarbeitet und in einem weiteren Land genäht wird, bis es bei dir im Kleiderschrank landet.

So kommt es, dass wir Konsument*innen nicht wissen, von wem und zu welchen Bedingungen unser Kleidungsstück hergestellt wurde.

[1] Länder, in denen Arbeitskraft sehr billig ist und Arbeiter*innen ein sehr niedriges Gehalt bekommen.
[2] Eine Lieferkette dokumentiert woher ein Produkt kommt, wer es gemacht hat, wie es hergestellt wurde und woraus es besteht.

Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch
Am 24. April 2013 erhielten die Probleme der Fast-Fashion-Industrie weltweite Aufmerksamkeit. In Bangladesch stürzte die Rana Plaza Textilfabrik ein und mehr als 1.000 Menschen starben. Zusätzlich wurden 2.500 Textilarbeiter*innen bei diesem bisher größten Unfall der Textilindustrie verletzt. In diesem Gebäude wurde Kleidung unter gefährlichsten Umständen für Fast-Fashion-Marken produziert. Diese Umstände kosteten vielen Arbeiter*innen ihr Leben.

Fakt: 90 % unserer Kleidung wird als Massenware in Billiglohnländern wie Bangladesch, China, Vietnam oder Indien produziert.

Quelle: fastfashion-dieausstellung

Slow-Fashion, auch Fair-Fashion genannt, steht für mehr Wertschätzung von Kleidung und ist eine Gegenbewegung zur Fast-Fashion-Industrie. Slow-Fashion bedeutet Entschleunigung. Der Konsum soll verlangsamt, Kleidung bewusst und länger getragen werden. Darum werden hier Qualität, Gebrauch, Haltbarkeit und Langlebigkeit zusätzlich zum Bewusstsein für unser Konsumverhalten großgeschrieben.

Es wird dabei ständig auf den nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen sowie umweltschonende und hochwertige Herstellungsverfahren geachtet, wodurch eine nachhaltige Produktion und ein fairer Handel für Mensch, Tier und Umwelt erfüllt werden. Das heißt, dass Menschen, z. B. in der Produktion, unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten. Das gilt für alle, also sowohl für jene, die die Rohstoffe anbauen, als auch für jene, die an den Nähmaschinen arbeiten. Auch auf den Einsatz von Chemikalien wird möglichst verzichtet. Die Lieferketten sind von der Textilfaser bis hin zur Verarbeitung nachvollziehbar.

Durch das Dickicht der Textilsiegel
Bei ökologisch[1] und fair hergestellten Kleidungsstücken werden die Arbeitsbedingungen kontrolliert sowie Rohstoffe in bestimmter Qualität und nach gewissen Richtlinien verwendet. Dabei können die Herkunft der Ressourcen und die Produktionsbedingungen leichter nachvollzogen werden.
Wenn dein Kleidungsstück diese Richtlinien erfüllt, erhält es ein Textilsiegel, dass an deiner Kleidung angebracht wird.
Allerdings gibt es heutzutage eine fast schon unüberschaubare Masse an Gütezeichen und Zertifikaten, die für einen ökologischen und fairen Produktionsstandard stehen. Jedes Siegel steht für etwas Anderes und wird regelmäßig überarbeitet und aktualisiert. Es kann auch sein, dass sich ein Siegel nur auf einen Aspekt in der ganzen Lieferkette bezieht und die anderen Aspekte gar nicht ökologisch und fair sind. Daher ist es wichtig, die unterschiedlichen Siegel zu überprüfen und genau hinzuschauen.
Zu den wichtigsten Textil-Siegeln gehören z. B. das GOTS-Zertifikat, IVN Best und das Oekotex-Made-in-Green-Siegel. Diese drei Siegel prüfen die gesamte Lieferkette. Nur dadurch kannst du sicher sein, dass du wirklich ein nachhaltiges Kleidungsstück kaufst.

[1] Ökosystem = Zusammenleben von Lebewesen in einem bestimmten Lebensraum.

T-Shirt – eine Gegenüberstellung

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